Wird doch noch ein Knickbuch oder ein knickriger Katalog draus?

heute ging es wieder einen großen Schritt weiter. Neben der geplanten Ausstellung über Knicks in einem Hamburger Museum, zeigt ein Verlag großes Interesse an einer Buch Publikation über Knicks. Dazu weiteres hier in Kürze.

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lass uns das knicken !

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Kommt und schaut auf diese schönen Strukturen in der Landschaft Schleswig Holsteins und Hamburgs

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Knicks stoppen Erosion, Vieh u. Wind

Knicks sind von Menschenhand angelegte lebendige Zäune. Die ältesten Knicks findet man im Land Angeln, sie sind etwas 300 Jahre alt und doch immer noch höchst vital. Anlegen mußten die Bauern Knicks nach einer Verordnung des dänischen Königs im 17. Jahrhundert. Meist sind es dornenreiche Wallhecken an den Feldrändern und Viehweiden. Zuerst wurde ein Graben am Feldrand ausgehoben, das Erdreich und die Lese-Steine vom Feld gesammelt, nutze man um den Wall aufzuschichten. Alles in Handarbeit! 75000 Kilometer Knick gab es noch um das Jahr 1950 in Schleswig Holstein.

Während der kalten Kriegs und Nachkriegsjahre des 2. Weltkriegs wurde sehr deutlich wie wichtig die Knicks für den Wind- und Erosionsschutz auf der Geest sind. Freiwillige Helfer und Dithmarscher Bauern schlossen sich zu Windschutzverbänden zusammen, nachdem ihnen die Ackerkrume davon geweht war. Sogar neue Knicks wurden angelegt, oft nur aus übereinander gestapelten Grasssoden oder Heideplaggen. Der Bewuchs von Büschen und Bäumen war in Dithmarschen Mangelware und das ist bis heute sichtbar.

Manchmal steht ein WINDFLÜCHTER einsam und vom Westwind gebogen auf dem Wall. KNICKHARFEN geben keine Töne von sich, sie sind eine weitere Besonderheit in sehr alten Knicks. Ursprünglich wurde beim Knicken das Strauchwerk kurz oberhalb der Wurzel nur mit dem scharfen „Haumesser“ eingekerbt dann hinunter gebogen und mit Steinen beschwert. Die nun flach liegenden Äste und Sträucher sollten den Knicks mit minimalem Aufwand an pflanzlichem Material verdichten und so undurchdringlich für das Vieh werden lassen. Schlägt das Holz erneut aus wird manchmal ein Harfe draus. Leider findet man nicht mehr viele solcher KNICKHARFEN.

Während der großen Flurbereinigung ab 1972 wurden leider viele Tausend Kilometer Knick entfernt. Man wollte die Felder den größeren landwirtschaftlichen Maschinen anpassen und verstreut liegende Flächen zusammen legen.

Auch in anderen Regionen Deutschlands und Euopas kann man solche historischen Gehölzstrukturen finden. Im Oldenburger Land im Münsterland zum Beispiel. Sinn und Zweck der Hecken war einerseits Viehweiden und Ackerland gegen das Vieh zu kehren, dh. Das Vieh am Weglaufen zu hindern. Und beim Nachbarn „Flurschaden“ anzurichten. Wissenschaftler nennen diese lebenden Zäune „Saumbiotope“, Biologen vergleichen den Knick oft mit dem lichten Waldrand,  „ökologische Trittsteine“ dienen dazu in der Kulturlandschaft artenreiche Lebensräume zu erhalten. Knicks schützen die Ackerkrume und die Feldfrüchte, die unter Windeinfluss stets im Wachstum leiden. Knicks bieten den Wildtieren Nahrung und Unterschlupf.

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Der Frühling zieht in Norddeutschland ein

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War es schon der letzte Schnee dieses Winters ?

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Wo Knicks entfernt wurden fehlt Windschutz

Knick mit Weissbuchen und bemoostem Wall, rechts eine alte Eiche

Der Graben am Fuß des Knickwalls dient der Entwässerung

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abtauender Schnee auf Acker am Kethelvierth

Redder bei Fuhlendorf

alte Eichen und Hasel säumen diesen Redder bei Fuhlendorf

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schwere Findlinge zu einer Trockensteinmauer im Wall geschichtet

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Neuschnee zart wie Puderzucker auf dem Feld

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Knickharfen

Schneereste an einem Knick auf der Dithmarscher Geest

Dieser Knick in Dithmarschen zeigt die windabweisende Wirkung des Knicks, auch Feuchtigkeit bleibt länger im Boden.

Eiche im Knick

eine alte Eiche im Knick , dünnes Eis liegt auf den Pfützen des Feldwegs

Redder mit Knick und alter Eiche

Redder im Kreis Pinneberg im Abendlicht

Knick bei Meezen in Schleswig Holstein

Knickharfen bei Meezen in Schleswig Holstein

Knickschere

die hydraulische Knickschere im Einsatz

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Knicks bieten Wildtieren Schutz

seitlich aufgeputzer Knick

seitlich aufgeputzer Knick

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Betonwabensteine zur Befestigung des Knickwalls. Das ist überflüssig!

Redder mit Schranke

Schranke am Redder in Lehmsahl

Der Knick

Der alte Redder bei Jersbek im Kreis Storman wird beidseitig von Knicks gesäumt

umgestürtzte morsche Eiche im Knick

eine morsche alte Eiche im Knick, beim letzten Sturm brach sie ab

Blick auf den Knickwall

Blick ins Innere eines  Knicks

cut the hedges in wintertime

im Winter wurde dieser Knick im Kreis Storman auf den Stock gesetzt

Knicks im Winter

Blick durch eine Baumreihe auf Winterlandschaft in Dithmarschen

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Die vom Wind gebeugte Weissbuche in Dithmarschen zeigt die Hauptwindrichtung an

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EU referendum – What about our trees? Does it really matter?

Quelle: EU referendum – What about our trees? Does it really matter?

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Bis Ende Februar darf geknickt werden

Beitrag von @july_2009.

Quelle: Bis Ende Februar darf geknickt werden

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Bis Ende Februar darf geknickt werden

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Januar – Februar: die beste Zeit zum Knicken

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