Knicks bekommen Rückenwind von verschiedenen Akteuren Schleswig Holsteins

Nach einer längeren Phase in denen Knicks (1980- 2000) kaum noch gepflegt wurden, begann wieder eine Zeit in der Knicks unbestraft versetzt und oft geschunden wurden. Zum Glück entwickelte sich ein Umdenken was den besonderen ökologischen Wert der Knicks (Wallhecken) angeht. Zugleich ist das Kniuckholz begehrter denn jeh. Hackschnitzel wird aus dem Knickholz geschreddert und dieses Schnitzel ist Gold wert.

Heizkraftwerke zahlen Höchstpreise für trockene Schnitzel. Die höchsten Preise werden in Dänemark erzielt, deshalb kommt es zu einem regen Grenzen überschreitenden Handel.

Das Energie-und Umweltministerium (kurz MLUR) in Schleswig Holstein hat unter Federführung des Ministers Dr. Robert Habeck eine Gesetz zum Schutz der Knicks erarbeitet, das den Schutzstatus von Knicks erhöhen soll. Landwirte und Lohnunternehmer müssen danach einen 1/2 Meter Abstand beim Spritzen von Herbiziden einhalten und Überhälter beim Knicken stehen lassen. Das Pflügen im Wurzelbereich des Knickwalles ist ebenfalls untersagt. Das Gesetz wurde nach langwierigen Auseinandersetzungen vom Landtag verabschiedet.

Wie das verdriften von Herbiziden und Fungiziden bei starken Winden, die ja fast ununterbrochen über das Land wehen, verhindert werden kann, ist  schwierig.

Landwirte können schlicht und ergreifend mit der Feldarbeit nicht warten bis irgendwann mal Windstelle herrscht. Die Randstreifenverordnung ist dennoch wichtig und richtig.

Leider wurden viele alte Bäume in Knicks, die „Überhälter“ ohne Rücksicht auf die „Empfehlung“diese doch stehen zu lassen“ gefällt.  Der Anteil an hochwertigem Brennholz aus leider oft widerrechtlich gefällten Bäumen ungleich  höher als in Sträuchern. Kaminfreunde wissen was gemeint ist.

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Ein Gedanke zu “Knicks bekommen Rückenwind von verschiedenen Akteuren Schleswig Holsteins

  1. Was sind überhaupt Knicks?
    Knicks sind Wallhecken, die gerade für Schleswig Holstein typisch sind. Reste historisch gewachsener Wallhecken findet man auch in Südengland und Nordfrankreich auch dort dienen sie als effektiver Windschutz. Traditionell kann man so das Vieh ab-kehren, außerdem verhindert man Erosion. Das Abtragen von Ackerboden durch Wind und Regen. Die dünne fruchtbare Erdschicht (Krume) ist vielerorts auch in Schleswig Holstein nur wenige Zentimeter stark!

    Es sind die Menschen die mehr als 65 000 KM Knick angelegt haben und bis heute pflegen. Andere gehen dort jagen, spazieren gehen, Radfahren usw. Unsere Knicks bedeuten Vielfalt und könnten für nachhaltiges Wirtschaften ein wichtiges Beispiel sein. Die Landschaft Schleswig Holsteins wird seit 300 Jahren maßgeblich von Knicks geprägt, vor allem auf der Geest. Der Kreis Segeberg, Teile von Storman, Kreis Lauenburg, Rendsburg-Eckernförde, Schleswig, und die Geest des Kreises Dithmarschen wurden durch die Eiszeiten geprägt. Überall dort stossen wir auf leichte sandige Böden. Die Kreise Plön und Ostholstein liegen im östlichen Hügelland, wo gleichermaßen viele Knicks entstanden sind.

    Im östlichen Hügelland konzentrieren sich die großen adeligen Güter, deren Flächen von deutlich weniger Knicks durchzogen sind, als der kleiner strukturierte bäuerliche Landbesitz. Die erste Verordnung stammt aus Glücksburg. EIn jeder Bauer soll seine Flächen durch lebendes Pathwerk abgrenzen. Die damals noch weit verbreitete „Waldweide“ (daher stammt der heute sehr seltene Hutewald) wurde ebenso wie die Allmende damit abgeschafft. Die allgemeine Verkoppelung, dass heißt Einfriedung der Ländereien fand erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts teilweise auch erst Anfang des 19. Jahrhunderts statt. Das betrifft auch die Zeit
    der Anlage der meisten Knicks.
    Für Biologen sind Knicks vergleichbar mit lichten Waldrändern. Knicks vernetzen nicht nur Menschen und ihre Dörfer, sondern auch wertvolle Lebensräume der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt. „Biotop-Verbund-Systhem“ wird das Ganze seit 1985 genannt. Unter Prof. Dr. Dr. Bernt Heydemann, dem engagierten Ökologen und ersten Umweltminster des Landes Schleswig Holstein, wurden zügig die ersten Knickschutzbestimmungen umgesetzt. Der Bauernverband hat leider eine andere Haltung und vertritt seine Landwirte bis heute bei ihren Klagen gegen die aktuellen Erlasse zum wichtigen Knickschutz. Gerne wird in diesem Zusammenhang Bauernvernband SH von „Enteignung“ der Bauern geredet. Richtig ist, das Knicks gepflegt werden müssen und das macht richtig viel Arbeit vom Verband der Lohnunternehmer versucht zu vermitteln. E Reese berichtet „Ich bin am Knick aufgewachsen, habe mit meinem Vater das Holz mit der zweihändigen Zugsäge zersägt.“ Heute verfügen Lohnunternehmer über das Know How und die nötigen schweren Geräte, wie „Knickschere“ und „Hächsler“, um die Knicks alle zehn Jahre auf den Stock zu setzen. Das dabei anfallende Holz wird an Ort und Stelle zu Hackschnitzel verarbeitet. Hackschnitzel ist (in getrocknetem Zustand) eine wertvolle Energiereserve nachwachsender Art. In deutschen und dänischen Heizkraftwerken wird gutes Geld dafür bezahlt.
    Viele Menschen wissen bereits; Knicks lassen unsere Kulturlandschaft fein gegliedert, schön und kleinräumig erscheinen. Sie präsentieren sich im Wechsel der Jahreszeiten immer wieder anders. Von der Baumblüte im Mai, über das zartgrüne sommerliche Blätterdach, welches Schatten spendet, bis zum Herbst wenn die sogenannten „bunten Knicks“ Früchte tragen doe im Winter für Mensch und Tier Nahrung, Windschutz und Unterschlupf für Tiere wie die Haselmaus, den Idel, und zahlreiche Kleintiere, Insekten und Vögel Wohnstube bieten. Knicks gehören zur größten Kulturleistung im gesamten Norddeutschen Raum. 65 000 KM Knickwall wurden von Menschenhand aufgeworfen und bepflanzt. Gräben links und rechts des Knickwalls dienen bis heute der Be- und Entwässerung der landwirtschaftlich genutzen Flächen.
    Eckard Reese auch Bürgermeister für die SPD in der Gemeinde Schacht-Audorf am NOK, sagte im Gespräch wir sollten die UNESCO bitten „Die Knicks“, diesen wunderbare Landschaftelement unter den Schutz des Kultur und Natur Welterbes zu stellen. Es gibt keine bessere Möglichkeit sowohl der Kicklandschaft als auch den Landwirten gerecht zu werden. Ca. 40 000 bis 45 000 Kilometer lebende Zäune, das heißt ein Knicknetz länger als die Chinesische Mauer die ist nur 8.851,8 km lang sind erhalten,und das meiste davon quicklebendig.

    Die heutige meist indurstrielle Landwirtschift ist nicht nachhaltig, sondern enorm energie- und recourssenhungrig. Die Landwirtschaft soll eigentlich die Menschen im Land ernähren. Seit fünf Jahren oder der Eingführung des Eerneuerbare Energiengesetz kurz EEG,

    Geplant ist eine Wander-Ausstellung Arbeitstietel „Der Kick am Knick“ mit unserem kurzem Film siehe “ Vimeo als intro. Weitere Filme u.a. zur richtigen Knickpflege sind in Planung. Nun hoffen und bauen wir auf Unterstützung von MLUR, LLUR, BINGO und der Sparkassenstiftung Schleswig Holstein.

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